Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen Revision Vorhergehende Überarbeitung Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
|
homosexuelle_und_kirche [2025/05/17 13:57] selbstorg [I. Die Antike kannte keine „Homosexualität“] |
homosexuelle_und_kirche [2025/05/20 13:37] (aktuell) selbstorg [Die Antike kannte keine „Homosexualität“] |
||
|---|---|---|---|
| Zeile 10: | Zeile 10: | ||
| [[queeres_leben]] und [[hans peter hauschild]] sowie https:// | [[queeres_leben]] und [[hans peter hauschild]] sowie https:// | ||
| - | ==== Hintergrund heute ==== | + | ===== Hintergrund heute ===== |
| "... die Vorstellung vom jüdischen Ursprung der Ablehnung gleichgeschlechtlicher Sexualität wird immer noch von zahlreichen christlichen Bibelgelehrten geteilt. Doch sie ist sachlich falsch und nährt im Namen einer liberaleren Bewertung der Homosexualität einen Antijudaismus, | "... die Vorstellung vom jüdischen Ursprung der Ablehnung gleichgeschlechtlicher Sexualität wird immer noch von zahlreichen christlichen Bibelgelehrten geteilt. Doch sie ist sachlich falsch und nährt im Namen einer liberaleren Bewertung der Homosexualität einen Antijudaismus, | ||
| Zeile 23: | Zeile 23: | ||
| ich auf den folgenden Seiten einige Beobachtungen mitteilen. | ich auf den folgenden Seiten einige Beobachtungen mitteilen. | ||
| - | === I. Die Antike kannte keine „Homosexualität“ === | + | === Die Antike kannte keine „Homosexualität“ === |
| - | {{: | + | {{: |
| - | ein neutraler wissenschaftlicher Begriff für die gemeinte Sache, sondern stammt aus dem | + | |
| Biologismus des 19. Jahrhunderts. „Homosexualität“ war nicht nur eine Bezeichnung, | Biologismus des 19. Jahrhunderts. „Homosexualität“ war nicht nur eine Bezeichnung, | ||
| Konzept. Man dachte dabei an eine im Körper verankerte Veranlagung, | Konzept. Man dachte dabei an eine im Körper verankerte Veranlagung, | ||
| Zeile 34: | Zeile 33: | ||
| In anderen Zeiten und Kulturen kannte man dieses Konzept nicht. Wendet man es auf andere Kulturen an, wird man diese nur verzerrt wahrnehmen. Man wird „Homosexuelle“ sehen, wo die Menschen dieser Zeiten und Kulturen lediglich Menschen ohne Unterschiede sahen." | In anderen Zeiten und Kulturen kannte man dieses Konzept nicht. Wendet man es auf andere Kulturen an, wird man diese nur verzerrt wahrnehmen. Man wird „Homosexuelle“ sehen, wo die Menschen dieser Zeiten und Kulturen lediglich Menschen ohne Unterschiede sahen." | ||
| - | Aufgeklärte Gesellschaften haben gelernt, mit Homosexuellen zu leben und deren Diskriminierung abzulehnen. Geht also die jahrhundertealte Konfliktgeschichte zu Ende? In den Sexualwissenschaften schütteln viele mit dem Kopf. Geht man vom tatsächlichen Verhalten der Menschen aus, gelingt es nicht, eindeutig zwischen Homosexuellen und Heterosexuellen zu unterscheiden. | + | "Aufgeklärte Gesellschaften haben gelernt, mit Homosexuellen zu leben und deren Diskriminierung abzulehnen. Geht also die jahrhundertealte Konfliktgeschichte zu Ende? In den Sexualwissenschaften schütteln viele mit dem Kopf. Geht man vom tatsächlichen Verhalten der Menschen aus, gelingt es nicht, eindeutig zwischen Homosexuellen und Heterosexuellen zu unterscheiden. |
| + | |||
| + | {{ : | ||
| + | Norbert Reck hat sich mit Bibel, Geschichte, Psychoanalyse und Sexualwissenschaften auseinandergesetzt und kommt zu dem Schluss: Die Erfindung der »Homosexualität« war eine willkürliche Einteilung der Menschen im ordnungssüchtigen 19. Jahrhundert – mit negativen Folgen für die Betroffenen. Die Menschheit lässt sich nicht in unterschiedliche Arten des Begehrens einteilen – es gibt nicht das eine und das andere Ufer. Ein Debatten- und Aufklärungsbuch." | ||
| + | |||
| + | {{: | ||
| + | |||
| + | **Eine Brücke bauen** Wie die katholische Kirche und schwule, lesbische, bisexuelle und trans* Menschen eine wertschätzende Beziehung finden. James Martin + Norbert Reck (Übersetzung aus dem Amerikanischen) + | ||
| + | Johannes zu Eltz (Vorwort) | ||
| - | Norbert Reck hat sich mit Bibel, Geschichte, Psychoanalyse und Sexualwissenschaften auseinandergesetzt und kommt zu dem Schluss: Die Erfindung der »Homosexualität« war eine willkürliche Einteilung der Menschen im ordnungssüchtigen 19. Jahrhundert – mit negativen Folgen für die Betroffenen. Die Menschheit lässt sich nicht in unterschiedliche Arten des Begehrens einteilen – es gibt nicht das eine und das andere Ufer. Ein Debatten- und Aufklärungsbuch. | ||